Gesunder Darm: gesunder Stoffwechsel und gute Laune

Der Darm und seine mikrobiologische Flora haben einen starken Einfluss auf unsere körperliche und psychische Gesundheit.

Der Darm hat eine wichtige Funktion für unseren Organismus. Diese Tatsache ist bereits seit über 2000 Jahren bekannt. Doch wie der Darm genau mikrobiologisch funktioniert, ist erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaft der Darmdiagnostik ist im Verhältnis zu der Geschichte der Menschheit neu. Erst seit 2009 sind Labore damit beschäftigt, die Mikroökologie des Darms im wahrsten Sinne des Wortes genau unter die Lupe zu nehmen.

Der Darm in seiner vollen Größe

Der Darm hat ausgebreitet eine Fläche von 400qm und eine länge von 8m. Über die so genannten Mikrovilli (Zotten) im Darm gelangen die Nährstoffe in unseren Körper. 
Bis zu 72h dauert der vollständige Verdauungsvorgang, während dessen sich die Darmschleimhaut alle zwei Tage erneuert. Das so genannte Darmhirn steuert diesen Vorgang über ein komplexes Nervensystem und verfügt über mehr Nerven als das Rückenmark. Der Darm meldet seine verarbeiten Informationen über den Vagusnerv an das Gehirn. Dabei ist der Darm zu einer höheren Rechenleistung fähig als das Gehirn, denn er verfügt über 100 Millionen Nervenzellen (Neuronen). 95% des Serotonins wird im Magen-Darm-Trakt produziert. Das Serotonin ist das so genannte "Glückshormon", es macht gute Laune. Kein Wunder also, wenn die Laune entsprechend der Verdauung steigt oder dauerhaft auf dem Tiefpunkt ist. Es hängt viel mit der Funktionsfähigkeit des Darms zusammen.

Das Biotop in uns ist so wichtig!

Der Darm und seine Bewohner

160 Bakterienarten helfen dem Darm bei dem Verdauungsvorgang auf die Sprünge. Zum Teil ernähren sie sich von den Ballaststoffen und produzieren dabei nur hier im Darm Vitamine und wichtige Hormone. Sie stimulieren das Immunsystem und schützen die Darmschleimhaut vor unerwünschtem Besuch. Sie zersetzen den Nahrungsbrei und sondern Substanzen ab, die auch das Gehirn mit beeinflussen. Auch sie sorgen für gute oder schlechte Laune. Angst, Depression, Aggressivität, Neurosen, Aufmerksamkeitsdefizite können die Folge einer Darmdysbiose sein. Neben Allergien und Unverträglichkeiten werden psychosomatische Symptome immer öfter mit der Funktionsfähigkeit des Darms diskutiert und wissenschaftlich untersucht.

Wie die Verstoffwechselung ganz genau funktioniert, wird aktuell noch genauer erforscht. Es ist aber ganz klar, dass die mikrobiologische Flora im Darm sowohl den Körper als auch die Psyche beeinflusst. Aus der Naturheilpraxis ist zu berichten, dass sobald sich die Darmflorasituation wesentlich verbessert, auch psychische Reizzustände verschwinden. Bakterien helfen nicht nur bei der Verdauung, sie sind auch an der Krankheitsabwehr und damit an der Immunität des Körpers maßgeblich beteiligt. Heute weiß die Wissenschaft, dass bereits 30 Erkrankungen mit den Darmbakterien in Verbindung stehen. Darunter sind Verdauungsbeschwerden, Allergien, Darmentzündungen, Neurologische Erkrankungen und sogar bestimmte Formen von Krebs. Der Darm und seine Flora haben also einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit.

Mittlerweile sind spezielle Labore in der Lage, die Mikroökologie des Darms sehr genau zu bestimmen. Diese Diagnostik macht in der Praxis eine gezielte Therapie möglich.

Sie haben das Gefühl, da könnte etwas mit Ihrem Darm nicht stimmen? Sehr gerne berate ich Sie in der Praxis zu diesem Thema.