Der Erfolg einer guten Beziehung

So funktioniert die systemische Familienaufstellung

Systemische Familienaufstellung – verborgene Dynamiken erkennen und lösen

Die systemische Familienaufstellung ist eine therapeutische Methode, die dabei unterstützen kann, wiederkehrende Konflikte, emotionale Belastungen oder festgefahrene Lebenssituationen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Häufig zeigen sich hinter persönlichen Themen unbewusste Dynamiken innerhalb des familiären oder sozialen Systems, die das eigene Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.

Ziel der Aufstellungsarbeit ist es, solche oftmals unbewussten Verstrickungen sichtbar zu machen, ihre Hintergründe zu erkennen und neue, entlastende Lösungswege zu entwickeln.

Wie läuft eine Familienaufstellung ab?

Die klassische Familienaufstellung findet in einer geschützten Gruppe mit etwa 6 bis 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Eine Person bringt ein persönliches Anliegen mit – beispielsweise:

  • familiäre Konflikte,
  • Partnerschaftsthemen,
  • innere Blockaden,
  • wiederkehrende Beziehungsmuster,
  • berufliche Schwierigkeiten,
  • emotionale Belastungen,
  • oder Entscheidungsfragen.

Zu Beginn findet ein Gespräch zwischen Therapeut und Klient statt. Dabei werden das Anliegen sowie wichtige familiäre oder biografische Hintergründe behutsam besprochen.

Im Anschluss wählt der Klient aus der Gruppe Stellvertreterinnen und Stellvertreter aus. Diese übernehmen symbolisch bestimmte Personen oder Aspekte aus dem Familiensystem und werden intuitiv im Raum positioniert.
 

Die klassische Familienaufstellung findet in Gruppen von 6 bis 12 Personen statt. Jemand, der eine persönliches Problem lösen möchte, meldet sich, um für sich eine Aufstellung durchführen zu lassen. Der Therapeut befragt diesen Klienten zu seiner Situation und zu seinem Anliegen. Der Klient beobachtet vorerst den Verlauf der Aufstellung. Aus der Gruppe der Teilnehmer werden so wohl für den Klienten als auch für seine Familienmitglieder (welche als wesentlich zum Anliegen des Klienten vermutet werden) Stellvertreter zur Aufstellung aufgefordert. Diese gewählten Personen werden zueinander in Beziehung positioniert.

Bei der systemischen Aufstellungsarbeit geht es um den Bezug zu einander sowie um den möglichen "verstrickten" Bezug zu einander. Vor allem geht es darum die "verstrickten" Bezugspunkte zu erkennen, ihre Ursache zu finden und sie zu lösen.

Die Stellvertreter sind in der Lage in der eingenommenen Positionen Gefühle oder Gedanken wahr zu nehmen, die oft in verblüffender Weise spiegelbildlich zu den repräsentierten Personen aus dem Familiensystem des Klienten passen. Dieses Phänomen wird als „repräsentierende Wahrnehmung“ bezeichnet. Der Klient beobachtet diese Übertragung, bis er in der Lage ist, selbst die Situation zu übernehmen und ggf. zu lösen. Entscheidend für den sinnvollen Verlauf einer Familienaufstellung ist, dass der Klient ein ernstes Anliegen hat.

Ablauf der Familienaufstellung

  1. Interview mit dem Klienten ohne Stellvertreter
    Er wird zu seinem Thema und zu seiner Familie befragt.
  2. Aufstellung mit Stellvertretern
  3. Offenlegung des Themas und damit Lösung der Problems
  4. Danach besteht die Möglichkeit sein Thema erneut mit dem Therapeuten zu besprechen.
  5. Nachbesprechung der Aufstellungsrunde
    (wie haben es der Klient und die Stellvertreter für sich empfunden?)

Psychosomatische Ursachen

Auch körperliche oder seelische Erkrankungen sowie deren mögliche Hintergründe können im Rahmen einer systemischen Aufstellung betrachtet werden. Dabei geht es nicht darum, medizinische Diagnosen zu ersetzen, sondern mögliche emotionale, familiäre oder biografische Zusammenhänge sichtbar zu machen, die belastend auf den Menschen wirken können.

Oft zeigen sich in der Aufstellungsarbeit verborgene Konflikte, unverarbeitete Erfahrungen oder innere Spannungen, die einen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben können. Die systemische Betrachtung eröffnet hierbei neue Perspektiven und kann unterstützend zur persönlichen Entwicklung und inneren Klärung beitragen.

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Erstgespräch / Vorgespräch

Besprechung des persönlichen Anliegens sowie relevanter familiärer Hintergründe und Prüfung, ob eine Aufstellung sinnvoll ist im Einzeltermin vor der Aufstellung

Aufstellung mit Stellvertretern

Darstellung der Beziehungen und Dynamiken innerhalb des Systems.

Sichtbarmachen möglicher Verstrickungen

Erkennen von Zusammenhängen, Konflikten und verborgenen Belastungen.

Entwicklung neuer Lösungsbilder

Unterstützung bei der Neuordnung belastender Dynamiken und Stärkung eigener Ressourcen.

Nachbesprechung

Raum für Reflexion, Austausch und persönliche Integration der Erfahrungen.

Ein geschützter Raum für persönliche Entwicklung

Eine Familienaufstellung setzt kein „perfektes“ Anliegen voraus – wohl aber die Bereitschaft, sich ehrlich mit dem eigenen Thema auseinanderzusetzen.

Die Aufstellungsarbeit erfolgt stets in einem geschützten und wertschätzenden Rahmen. Jeder Prozess ist individuell und wird achtsam begleitet.

Gerne informiere ich Sie persönlich über Ablauf, Möglichkeiten und Grenzen der systemischen Familienaufstellung.